Verein der Eisenbahnfreunde und Modelleisenbahner "Friedberg Suhl" und Umgebung e.V.


Vereinsaktivitäten

Herbstexkursion 2009


HERBSTEXKURSION AM 17

 



- Ins Land der Sachsen –

Zu Besuch bei Bahnen der „besonderen Art"

- hoffen wir, dass der Wettergott uns gnädig ist und mit 2 sonnigen Tagen belohnt -, stand in dem Informationsblatt unseres Schriftführers Manfred Schultz zur Reise. Leider ist wohl die Bestellung verloren gegangen. Kurz gesagt, es hat fast ständig mehr oder minder geregnet.

 

Unsere Exkursion trug den Titel - Zu Besuch bei Bahnen der besonderen Art. Und tatsächlich hat jedes der 4 Ziele unserer Exkursion seine Besonderheiten. Doch dazu später,

Treffpunkt für die meisten Teilnehmer war am 17.10.2009 um 05:15 Uhr am Bahnhof in Suhl. Unter Nutzung des „Thüringentickets", welches auch in Sachsen und Sachsen-Anhalt gültig ist, ging es mit dem aus 2 Triebwagen der BR 612 gebildeten Regional Express in Richtung Erfurt.

Nach dem Verlassen des Erfurter Bahnhofes wendet sich der Blick auf die in Fahrtrichtung rechts gelegene Seite. Hier ist ein neuer Damm entstanden. In insgesamt 4 Etappen zwischen dem 06. und dem 29. November werden die bestehenden Gleise auf diesen neuen Damm verschwenkt. Dies ist notwendig, um Baufreiheit für die ab 2015 hier einmündende Neubaustrecke aus Richtung Halle/Leipzig zu haben.

Hinter Weimar verließen wir die Magistrale Erfurt-Halle/Leipzig. Weiter ging es auf der so genannten Mitte-Deutschland-Verbindung. Wichtigste Städte auf dem von uns befahrenem Teilstück sind Jena und Gera. Der Bahnhof dieser ehemaligen Bezirksstadt wurde zwischen 2005 und 2008 aus Anlass der Bundesgartenschau komplett umgebaut. Nur die alte denkmalgeschützte Bahnsteighalle blieb erhalten.

Hinter Gera-Debschwitz verließen wir das Tal der Weißen Elster und kamen in das ehemalige Wismut-Bergbaugebiet. Heute erinnern nur noch vereinzelte Fördertürme an das ehemalige Hauptabbaugebiet zur Versorgung der sowjetischen Atomindustrie. Ganz sind die Arbeiten zur „Renaturierung" dieses Landstrichs aber noch nicht abgeschlossen. Und deshalb wird auch die Wismut-Werkbahnstrecke von Seelingstädt nach Kayna, die wir in Raitzhain (kurz hinter Ronneburg) kreuzen, noch benötigt. Montag bis Freitag sind auf ihr Sandzüge im Einsatz, die von der betriebseigenen Lok der BR 232 befördert werden.

Um 08:29 Uhr erreichen wir Gößnitz. Dieser Bahnhof rühmt sich, den längsten Bahnsteig Deutschlands zu besitzen. Jedenfalls ist es dort auf mehreren Schildern vermerkt.

Mit der Regionalbahn ging es dann Richtung Dresden, die wir aber nur bis Freital-Hainsberg nutzten. Die Strecke ist aufgrund der Lage vor dem Erzgebirge landschaftlich sehr reizvoll.

Die zweite Besonderheit steht im Zusammenhang mit einer in den achtziger/Anfang der neunziger Jahre erfolgten teilweisen Neutrassierung. Hauptgrund dafür war die Umgehung des Viaduktes von Hetzdorf. Dieses noch aus der Ursprungszeit der Strecke stammende Bauwerk ist aber heute noch erhalten und wird als Wanderweg genutzt. Kurz hinter dem Bahnhof Flöha ist es auf der in Fahrtrichtung rechts liegenden Seite zu erkennen.

 

 

Angekommen im Bahnhof Freital-Hainsberg ist eine Fahrkarte für die Weiterfahrt nach Dippoldiswalde nötig. Nach dem Fahrkartenkauf gibt es kein Hindernis mehr, den bereits auf uns wartenden Schmalspurdampfzug zu besteigen. Nach der Rückkehr aus Dippoldiswalde ging es zum Kurort Rathen zu den Eisenbahnwelten.

 


 

 

Der Sonntagmorgen begann mit dem Frühstück im Hotel. Eine knappe Stunde fuhr unsere S-Bahn nach Bad Schandau. Vom Bahnhof ist es nur wenige Meter bis zur Elbe. Hier setzten wir mit der Fähre(!) zur Stadtseite über und nach 12 Gehminuten erreichten wir den Stadtpark. Hier wartete das erste Exkursionsziel des Tages, die Überland-Straßenbahn zum Lichtenhainer Wasserfall.

Diese seit 1898 betriebene Linie rühmt sich, heute Deutschlands kleinster Straßenbahn­betrieb zu sein. Der Fahrzeugpark umfasst lediglich 4 Trieb- und 6 Beiwagen, alle um 1960 in Betrieb gestellt. Trotz des hohen Alters sind alle im fahrplanmäßigen Einsatz, wozu jedoch im Regelbetrieb 2 Straßenbahnzüge genügen. Auf etwa 8 km folgt die Strecke dem Lauf der Kirnitzsch, wobei rechts und links die Felsen der Sächsischen Schweiz grüßen. Nach ca. 30-minütiger Fahrt erreichten wir die Endhaltestelle Lichtenhainer Wasserfall.

Für den Aufenthalt am Lichtenhainer Wasserfall ließen wir uns wetterbedingt nur wenig Zeit, und&xnbsp; traten gleich die Rückfahrt zum Stadtpark an. Wir hatten dann Zeit, um zum Elbkai zu laufen und von dort mit der Fähre zum Bahnhof Bad Schandau zu fahren.

Vom Personenbahnhof Bad Schandau ging es wieder nach Pima. Aber nicht auf direktem Weg, sondern über Sebnitz und Dürrröhrsdorf. Diese Bahn hat besonders im ersten Abschnitt bis Sebnitz den Charakter einer echten Mittelgebirgsbahn.

In&xnbsp; einem Triebwagen der BR 642 verließen wir den Bahnhof Bad Schandau in nordwestlicher Richtung. Zunächst parallel zur Hauptstrecke nach Dresden verlaufend, biegt unsere Strecke dann nach rechts ab, um auf einer großen Brücke die Elbe zu überqueren. Kurz hinter dem Bahnhof Rathmannsdorf wird ein erster Tunnel durchquert. Am Bahnhof Goßdorf-Kohlmühle begann früher die Schmalspurbahn nach Hohnstein. Deren Trasse ist heute ein Radweg. Dieser verläuft ab Goßdorf-Kohlmühle zunächst parallel zu unserer Strecke. Dann biegt er nach links ab und verläuft durch einen ehemaligen Tunnel der Schmalspurbahn.

Auch auf unserer Fahrtroute warten noch einige Tunnel. Und zwischen den Haltepunkten Mittelndorf und Amtshainersdorf gleich 5 Stück davon! Dieser Fakt, einige große Viadukte sowie die doch stark ansteigende Strecke verhalfen dieser Nebenbahn zu dem Ehrennamen „Sächsischer Semmering".

Wir passierten einen weiteren Tunnel und erreichten den Bahnhof Sebnitz. Nachdem wir diesen verlassen haben, schwenkt unsere Strecke nach links ab, während ein geradeaus führendes Gleis abrupt endet. Dieses Gleis gehört zur ehemaligen Strecke nach Horni Poustevna (Tschechien) um deren Wiedereröffnung man in der Region schon seit Jahren kämpft. Von Sebnitz bis dorthin sind es nur wenige Kilometer. In Krumhermsdorf ist der Scheitelpunkt erreicht. Auf den folgenden 6 km geht es bergab

 


&xnbsp;


Die Strecke von Neustadt(Sa) nach Neukirch(West) ist heute ohne planmäßigen Verkehr und der Abschnitt Wilthen - Bautzen ist gänzlich stillgelegt.

 

Unsere Regionalbahn ist zur Fortsetzung ihrer Fahrt gezwungen, in Neustadt(Sa) „Kopf zu machen". Wir verließen also den Bahnhof in westlicher Richtung. Über Stolpen (ehemaliger Verbannungsort der Gräfin Cosel) ging es nach Dürrröhrsdorf. Eigentlich schwenkt unsere Linie hier nach Süden ab, um in die von Arnsdorf kommende Strecke einzumünden. Nur - leider kommen auch aus Arnsdorf schon lange keine Züge mehr.

Hinter dem Haltepunkt Pirna-Copitz überqueren wir noch einmal die Elbe auf einer kombinierten Straßen/Eisenbahnbrücke. In Pirna begann dann auch unsere Heimfahrt. Bemerkenswert...auf der Heimfahrt schien dann die Sonne.

 


Foto
Das sind die wetterfesten Teilnehmer


-Die Weißeritztalbahn-


Foto
Das "Firmenschild"

Jetzt kurz einige Informationen über die Geschichte der Strecke Hainsberg - Kipsdorf, die auch den Namen "Weißeritztalbahn" trägt. Die mit einer Gesamtlänge von 26 km am 03.09.1883 eröffnete Bahnlinie ist heute Deutschlands älteste im planmäßigen Betrieb befahrene Schmalspurbahn. Bis zum 31.12.1994 fand auf ihr auch noch Güterverkehr statt.
Ursprünglich komplett im Tal der Weißeritz verlaufend, erfolgte in den Jahren 1907 bis 1912 eine teilweise Neutrassierung. Wegen dem Bau der Talsperre Malter musste sie zwischen Spechtritz und Dippoldiswalde vom Talgrund an den Hang verlegt werden.
Am 12./13. August 2002 konnte aber auch diese Talsperre nicht verhindern, dass ein Hochwasser große Teile der Strecke zerstörte.
Der Eigentümer DB verzögerte den beschlossenen Neuaufbau immer wieder. Erst nach Übergabe der Strecke an die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft begann der Wiederaufbau. Auf dem Teilabschnitt, den wir zur Exkursion befuhren, wurde schließlich am 13.12.2008 der Betrieb wieder aufgenommen.


Ein kurzer Streckenbericht:


Foto
.....im Überblick....

Foto
Das Betriebswerk

Foto
Schaugüterzug

Foto
..immer wieder ein schöner Anblick..

Nach Verlassen des Schmalspurteiles des Bahnhofes Hainsberg unterqueren wir zunächst die Hauptstrecke Dresden - Hof. Dann geht es mehrere hundert Meter pa-rallel zu dieser, bevor wir nach links abbiegen. Ab Freital-Coßmannsdorf geht es durch den Rabenauer Grund - ein tief eingeschnittenes Tal. Hier richtete ein Hochwasser die größten Schäden an. Hinter Spechtritz verlässt unser Zug die Talsohle. Auf 4 km Länge sind bis zum Bahnhof Malter 60 Höhenmeter zu überwinden. Ab Malter läuft die Strecke dann direkt am Ufer der Talsperre entlang. Und auf einem Bogenviadukt überquert sie sogar einen Seitenarm derselben. Vom Talsperrenende ist es dann nicht mehr weit nach Dippoldiswalde. Der Aufenthalt dort war nur kurz.



Foto
kaum noch zu sehen...Rollwagenverkehr

Foto
Umsetzen in Dippoldiswalde


Videosymbol anklicken


Video

1

"Umsetzen in Dippoldiswalde"


-www.weisseritztalbahn.de-


-Eisenbahnwelten in Rathen-


Foto Foto
Foto Foto
Foto Foto
Foto Foto
Foto Foto


Videosymbol anklicken


Video

2

Video

3

Video

4


-www.eisenbahnwelten-rathen.de-


-Verkehr im Bahnhof Rathen und Bad Schandau-


Foto
..er muss gleich kommen..

Foto
..hat schon bessere Zeiten gesehen die 750 409-9



Videosymbol anklicken


Video

5

-Die Kirnitzschtalbahn-


Foto
Endhaltestelle Lichtenhainer Wasserfall

Foto
..das ist er, wenn er eingeschaltet ist..!

Foto
Umsetzen in Bad Schandau

Foto
..das gabs mal..!

Foto
DieBilder sprechen für sich

Foto
Foto


Videosymbol anklicken


Video

6

"Festhalten...!"

Video

7

"Koppeln"


-www.kirnitzschtalbahn.de-


-www.lichtenhainer-wasserfall.de-


Impressum Gästebuch Termine Link's Home
Counter