Verein der Eisenbahnfreunde und Modelleisenbahner "Friedberg Suhl" und Umgebung e.V.


Vereinsaktivitäten

-Frühjahrsexkursion 2007-


Frühjahresexkursion am 19.05.-20.05.2007


Am Morgen des 19.05.2007 trafen sich in Suhl 12 Mitglieder des Vereines, um eine Zweitagesfahrt in den Harz und in die Prignitz zu unternehmen. Diese Seite gilt dem Harz.
Mit insgesamt 3 Auto´s ging es zu erst nach Nordhausen, wo wir uns in zwei Gruppen teilten. 5 Vereinsmitglieder nutzen die Kraftfahrzeuge um den Zug der Harzquerbahn auf der Straße zu verfolgen, und unterwegs zum Teil imposante Aufnahmen zu "schießen". Das gelang auch unter anderem deshalb, weil der Wettergott für die Exkursion durchgehend schönes Wetter bereit hielt.
Die restlichen Exkursionsteilnehmer nutzten ab Nordhausen die Möglichkeit mit dem Zug die Strecke nach Drei Annen-Hohne zurück zulegen. Dieser Zug in Richtung Brocken war der einzige, der an diesem Tag mit Dampflok von Nordhausen nach Drei Annen-Hohne fahren sollte.
Die Harz-Querbahn ist eine Bahn, deren Bestand ein einziges Wechselbad war. Zwischen der Entstehung in einzelnen Teilbahnen, mehrfachen Sillegungsvorhaben, Tourismusbahn, Erweiterung, vollständige Neuorientierung, ist alles vorhanden.
Kurz zur Geschichte
Der erste Abschnitt der damaligen Nordhausen-Wernigeroder-Eisenbahn (NWE), Nordhausen - Ilfeld, ging im Juli 1897 in Betrieb. Mit dem Streckenabschnitt Drei Annen-Hohne - Benneckenstein und dem Abschnitt zum Brocken wurden 1899 die letzten Teilabschnitte in Betrieb genommen. Nach der Ausfahrt aus dem Bahnhof Sorge durchfuhr man Brückenwiederlager. Auf der hier einst vorhandenen Brücke kreuzte ab 1899 die Südharzeisenbahn (SHE) die NWE. Die SHE war ebenfalls eine Eisenbahnstrecke die in Meterspur ausgeführt wurde. Im August 1899 wurde die Strecke Walkenried - Brunnenbachsmühle - Braunlage übergeben. Wenig später folgte die Strecke Brunnenbachsmühle - Tanne. Den Abschluss bildete die Teilstrecke Braunlage - Wurmberg. Beide Strecken hatten lange Zeit keine Verbindung. Erst 1913 kam eine Verbindung in Sorge zwischen den Strecken der NWE und der SHE zustande.
Die SHE wurde mit der Grenzziehung 1945 geteilt. Der Abschnitt Sorge - Tanne wurde noch bis 1958 betrieben. Die Reststrecke auf dem Gebiet der damaligen BRD wurden bis 1963 stillgelegt.
Folgen wir nun unserem Dampfzug von Nordhausen nach Drei Annen-Hohne. Schon ein Blick in den Fahrplan zeigt dem (immer wiederkehrenden)Harzreisenden eine ganz andere Wichtung der einzelnen Streckenabschnitte. Zwischen drei Annen-Hohne und Eisfelder Talmühle fahren nur noch wenige Züge, davon nur noch zwei Zugpaare mit Dampflokbespannung. Dagegen ist der Streckenabschnitt Nordhausen - Ilfeld in den "Vorortverkehr" von Nordhausen eingebunden, und erhielt eine größere Zugdichte. Hier verkehren vorwiegend Dieseltriebwagen der HSB und die neuen Hybrid-Straßenbahnen. Die im Jahr 2004 gelieferten "Combino-Duo" fahren auf der Harzbahn, und im Stadtnetz von Norhausen. Es sind Zweirichtungs-Hybridfahrzeuge mit einem 180kW Dieselaggregat an Bord. Der achtzylinder Dieselmotor (Serienmotor von BMW) befindet sich als Block im Fahrgastraum des Mittelteiles des dreiteiligen Fahrzeuges. Auf der nichtelektrifizierten Strecke der Harzbahn versorgt dieses Aggregat die Bahn mit dem nötigen Fahrstrom, während es im Stadtnetz Nordhausen über die Oberleitung versorgt wird.
Nach Ilfeld Bad beginnt der Aufstieg in das Harzmasiv. Über Netzkater erreichen wir Eisfelder Talmühle. Hier treffen wir auf den dritten Vertreter der Harzbahnen. Die Selketalbahn. Sie wurde im wesentlichen zwischen 1887 und 1892 erbaut. 1887 wurde der Streckenabschnitt Gernrode - Mägdsprung eröffnet. Damit feiert die Selketalbahn heuer ihr 120jähriges Bestehen. Im Mai 1892 wurde der letzte Streckenabschnitt Stiege - Hasselfelde übergeben. Erst 1905 wurde die Strecke Eisfelder Talmühle - Stiege eröffnet, und damit eine Verbindung zur NWE hergestellt.
1946 wurde die Selketalbahn als "Reparationsleistung" fast vollständig abgebaut. Aber bereits 1946 gab es Vorarbeiten zum Wiederaufbau der Strecke. Auf Grund schlechter Straßen und dem Fehlen von Straßenfahrzeugen, war der Aufbau dringend notwendig. 1972 beschloss das Ministerium für Verkehr der DDR den Erhalt der Selketalbahn und den Wiederaufbau des Streckenabschnittes Strassberg - Stiege. Erst 1983 konnte die 13,9 km lange Neubaustrecke in Betrieb genommen werden.
Um Zügen das nötige "Kopf machen" in Stiege zu ersparen, entstand hier eine Wendeschleife. Rückfallweichen (nicht nur hier) erleichtern den Betiebsablauf.
Das sollte aber nicht die letzte Neuheit der Selketalbahn sein. Wo andere Bahnen Strecken abbauen, konnte die Selketalbahn ihe Streckennetz erweitern. Am 06.03.2006 feierten Tausende die Premierenfahrt der Selketalbahn. Zwei Sonderzüge dampften erstmals von Gernrode nach Quedlinburg. Und das unter Teilnahme von wirtschaftlicher und politischer Prominenz.
Von Eisfelder Talmühle geht unsere Fahrt nun nach Drei Annen-Hohne. Hier bestand einst ein Übergeng zur Rübelandbahn. Das Empfangsgebäude dieser Bahn stand mit Blickrichtung nach Wernigerode, rechts etwas unterhalb des Schmalspurareales. Der Zugang erfolgte über einen Tunnel.
Von Drei Annen-Hohne zweigt der heute verstärkt befahrene Streckenabschnitt zum Brocken ab. Vor dem Fall der Mauer, durfte man diesen Abschnitt bis Schierke nur mit "gültigen Dokumenten" befahren, denn man befand sich dann im Grenzgebiet. Ab Schierke gab es nur noch militärischen Verkehr. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands fahren jetzte verstärkt durchgehende Dampfzüge von Wernigerode auf den Brocken.
Nachzutragen ist nun nur noch, dass seit dem 01.02.1993 alle Harzer Schmalspurbahnen von der DR in regionale Trägerschaft übergingen, und nun unter der Bezeichnung HSB bekannt sind
In Drei Annen-Hohne angekommen bestand die Möglichkeit eine Kleinigkeit zu essen, oder aber drei!!! im Bahnhof befindliche Züge beim Umsetzen und Wassernehmen zu fotografieren. Solch eine Gelegenheit bietet sich für uns schließlich auch nicht alzu häufig.

Die Bilder zum Vergrößern anklicken


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Vorwiegend für den Braunkohlentransporte wurden in den 80ger Jahren mehrere Normalspur-BR110 auf 1000mm umgespurt. Die hier in Nordhausen abgestellte 199 877-2 hat auch schon bessere Zeiten gesehen.

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Die 99 7235-7 wird für die Fahrt unseres Personenzuges in den Harz neu bekohlt. Nur noch wenige Züge verlassen Nordhausen unter Dampf. Bei allen anderen werden Triebwagen, wie der im Vordergrund eingesetzt

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Das ehemalige BW Nordhausen der DR wird heute von einer privaten Bahngesellschaft genutzt. Die hier zu sehende Lok der BR E94 wurde von dieser Gesellschaft in Österreich gekauft, kam aber in Deutschland nie zum Einsatz

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Mit Volldampf verläßt Personenzug den Bahnhof Niedersachswerfen Ost.

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Der Viadukt über dei Beere befindet sich zwischen den Bahnhöfen Ilfeld und Netzkater, und ist eines der größten Ingenieurbauwerke der HSB

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Von Nordhausen bis Benneckenstein geht es pausenlos bergauf. Erst hinter Benneckenstein kann sich die Lok auf einigen Gefällestrecken erholen. In einen solchen fährt 99 7235 gerade ein.

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.....aber auch auf der Harzhochfläche sind zwischen Benneckenstein und drei Annen-Hohne beachtliche Steigungen zu überwinden. Welche Kraftanstrengungen das für die Lok´s bedeutet, ist an diesem Bild zu sehen.

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In Drei Annen-Hohne zweigt das Streckengleis zum Brocken (Gleis im Vordergrund) von der Harz-Querbahn ab, deren Stammgleis Wernigerode - Nordhausen rechts zu sehen ist..

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Drei Annen-Hohne ist der absolute Betriebsmittelpunkt der HSB geworden. Bis zu drei Züge sind in diesem Bahnhof gleichzeitig zu behandeln. dazu gehören auch umfangreiche Rangierarbeiten.

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Ab Drei Annen-Hohne wurde unser Zug zum Brocken von einer anderen Dampflok übernommen, während unsere bisherige Zuglok wieder einen Zug in Richtung Norhausen übernahm. Mit diesem verlässt sie drei Annen-Hohne.


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Videosequenzen von Jens und William Weiske

Video

1

Ausfahrt aus Nordhausen Krimderode

Video

2

Kurz nach Sorge in Richtung Drei Annen-Hohne

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