Ein anderes Jubiläum wird bereits 2006 in Sachsen gefeiert.
Die nächste Sehenswürdigkeit gab es hinter Riesa. Auf einer großen Stahlbrücke überquerten wir die Elbe. Die nachfolgenden Flutbrücken errangen 2002 traurige Berühmtheit, als sie infolge des Elbehochwassers einstürzten.
In Röderau Bogendreieck nahm unsere Strecke eine Südost-Richtung, um hier in mehr oder weniger großem Abstand dem Lauf der Elbe zu folgen.
Hinter Priestewitz war erstmals links die Strecke Berlin - Dresden zu erkennen. Nach Passieren des Einschnittes von Oberau (hier befand sich einst der erste Eisenbahntunnel Deutschlands) und des Bahnhofes Niederau (ältestes deutsches Bahnhofsgebäude) unterquerten wir die Zufahrt zum Güterbahnhof Dresden Friedrichstadt.
Kurz danach erreichten wir Radebeul Ost, wo wir wieder Kontakt zu einer sächsischen Schmalspurbahn hatten.
Hinter Dresden Mitte überquerten wir die Elbe und bei der Fahrt über die Elbbrücke konnte man links das Panorama der Dresdner Altstadt sehen, zu dem seit Kurzem auch wieder die Kuppel der Frauenkirche gehört.
Bei dem 4stündigen Aufenthalt in Dresden war uns Petrus garnicht holt. Die Sonne schien in Strömen. Bewundernswert war hier die Figur von "August dem Starken" der unbeweglich am Elbeufer stand, sich für eingeworfenes Geld einige Zeit bewegte. Nicht auszudenken wie der Darsteller gefroren haben muß.
Bei dem unfreundlichen Wetter konnte man die Zeit in einem Kaffee, beim Shoppen, oder mit einer Tageskarte in der Straßenbahn verbringen. Eigentlich wollten wir dabei was sehen. Aber verregnete und beschlagene Scheiben ließen das auch nicht zur Freude werden.
Gegen 15:30 Uhr ging es dann weiter nach Görlitz. Kurz nach der Ausfahrt aus dem Dresdner Hbf zweigt links die Strecke nach Freiberg - Chemnitz ab. Kurz danach auch die Güterzugstrecke nach Dresden Friedrichstadt. Wir verliesen den Bahnhof Dresden - Neustadt in östlicher Richtung. Hier beginnt die Steigung nach Dresden - Klotzsche. Eine Rampe, auf der zur Blütezeit des Güterverkehrs Schiebedienste geleistet werden musste, bis Ende der siebziger Jahre auch noch mit Dampflokomotiven der Baureihe 52.
Der nächste Bahnhof den wir erreichten, war Dresden - Klotzsche. Hier zweigte ursprünglich eine Schmalspurbahn nach Königsbrück ab. Deren Trasse und auch der Abzweig aus Klotzsche mußten in den letzten Jahren große Veränderungen über sich ergehen lassen. Ein Teil der ehemaligen Schmalspurtrasse dient heute als Zubringer zum Dresdener Flughafen.
Der weitere Verlauf der Strecke bis Görlitz ist gekennzeichnet durch mehrere große Viadukte, von denen hier der bei Demlitz - Thumitz genannt werden soll. Nach Erreichen des Bahnhofs Bautzen (als ehemaliger Knoten heute nur noch ein Schatten seiner selbst) steigt die Stecke noch einmal an, um bis Löbau wieder sacht abzufallen.
Bei der Einfahrt in diesen Bahnhof ist auf der rechten Seite der Lokschuppen des ehemaligen Bahnbetriebswerkes zu erkennen. In diesem haben heute die Ostsächsischen Eisenbahnfreunde ihr Domizil. Zum betriebsfähigen Lokomotivbestand dieses Vereines zählt unter anderem die bestens gepflegte 52 8080.
Die Reststrecke bis Görlitz war recht unspektakulär. Vorbei am stark zurückgebauten Güterbahnhof Schlauroth (auf dessen Gelände auch das ehemalige Schmalspur - Raw der Deutschen Reichsbahn lag) erreichten wir den Grenzbahnhof Görlitz. Schaut man sich den Fahrplan nach Zittau an, so fällt ein ungewöhnlicher Bahnhofsname auf. Krzwina Zgorzelecka. Dieser Bahnhof liegt, wie der Name vermuten läßt in Polen. Seit Bestehen der Oder - Neiße - Grenze gibt es für die Strecke Görlitz - Zittau mit der polnischen Staatsbahn eine Vereinbarung, die die Nutzung des auf polnischem Territorium gelegenen Streckenteils regelt.
Nach Ankunft in Zittau stand uns noch ein 30 minütiger Stadtrundgang bevor. Unser Hotel befand sich leider am anderen Ende der Stadt. Der Abend schloß mit einem gemeinsamen Abendessen und nachfolgenden Zusammensein der Teilnehmer im Hotelrestaurant.
Schon an der Ausfahrt des Bahnhofes geht es in eine Steigung. Rechts ist die schon erwähnte Zittauer Eisengießerei zu sehen. Gut das wir von früheren Exkursionen noch Bilder der Bedienungsfahrten haben. Auf der Weiterfahrt ist rechts eine große Wasserfläche zu sehen. Das ist der inzwischen geflutete Braunkohlentagebau Olbersdorf. Hätte es 1989 nicht die "Wende" gegeben, so wäre die Schmalspurbahn spätestens 1991 dem Braunkohletagebau zum Opfer gefallen. Zwischen Olbersdorf Niederdorf und Olbersdorf Oberdorf befindet sich mit einer großen, das Tal querenden Stahlbrücke eines der bedeutendesten Bauwerke im Zittauer Netz. Der Vorgänger der Brücke war einst zweigleisig ausgeführt. Die Widerlager für das zweite Gleis sind auf der rechten Seite noch deutlich zu erkennen.
Ab Olbersdorf Oberdorf steigt die Strecke noch einmal stark an, um am Streckenkilometer 8,9 den Bahnhof Bertsdorf zu erreichen. Hier verzweigen sich die Strecken nach Jonsdorf und Oybin. Während aus dem westlichen Bahnhofsteil Fahrten nach Johnsdorf und Oybin möglich sind, geht es aus dem östlichen Teil des Bahnhofes nur nach Oybin. Zwischen diesen Ausfahrgleisen liegt der Lokschuppen, in dem neben der bereits genannten 99 4532 noch mehrere andere Museumsfahrzeuge untergebracht sind.
Der Bahnhof Bertsdorf wird in einem weiten Linksbogen verlassen und die Fahrt nach Oybin fortgesetzt. Der Streckenendpunkt liegt beim Kilometer 12,2 direkt unter dem gleichnamigen Berg.
Pflicht war wieder der Aufstieg zum Oybin. Hier gibt es auch einige Neuerungen. War früher der Aufstieg vorbei am Hochzeitskirchlein nur zu Fuß möglich, kann man heute bequemer mit der "Straßenbahn" den Oybin erreichen. Die Besichtigung der Reste der auf dem Berg vorhandenen Burgbefestigung sind genauso zu empfehlen wie ein Essen in der urigen Berggaststätte. Am Bahnhof Oybin ist im ehemaligen Güterschuppen ein kleines Museum untergebracht. Auch im Freigelände befinden sich einige interessante Fahrzeuge.
Mit Dampflok "Tender voran" geht es zurück nach Zittau. Den Streckenteil bis Zittau- Vorstadt kennen wir ja schon. Ab diesem Bahnhof geht es parallel zum Flüßchen Mandau. Hinter Zittau Süd unterqueren wir den Neißeviadukt, über den die Strecke ins tschechische Liberec führt. Nach einem Linksbogen steigen die 750mm-Gleise parallel zu dieser Strecke an, um sie im Zittauer Bahnhofsvorfeld schließlich zu queren. Das ist notwendig, da der Schmalspurteil des Bahnhofes Zittau westlich der Normalspurgleise liegt.
Hier nahmen wir nun Abschied von der Schmalspurbahn. Hoffentlich bleibt sie erhalten und wir können sie wieder besuchen.
Nach gut 30Minuten Aufenthalt ging es dann wieder in Richtung Dresden. Ein RE brachte uns diesmal auf direktem Weg über Wilthen (Weinbrand) dorthin.
Auf der fahrt bis Bischofswerda gibt es wieder mehrere große Viadukte. So gleich hinter Zittau, vor Schirgiswalde - Kirschau und bei Putzkau. Interessant ist auch die Streckenführung rund um den Bahnhof Ebersbach. Bereits vor dem Bahnhof geht es ein Stückchen über tschechisches Staatsgebiet. Bei der Einfahrt in den Bahnhof sind links die Abstellgleise des CD-Bahnhofes Jirikov zum Greifen nah. Hinter Ebersbach geht es dann noch einmal kurz über tschechisches Territorium. Ab Bischofswerda war dann unsere Fahrstrecke wie die der Hinfahrt.
In Erfurt war diesmal mehr Zeit, um den neu gebauten nördlichen Teil des Bahhofes anzuschauen. Leider war um diese Zeit nun fast alles geschlossen. Zu einem Imbiss hat es aber doch noch gereicht.
Eine ereignisreiche Exkursion ging nun zu Ende. Wir danken Herrn Manfred Schultz für die hervorragende Organisation.
Die Sonne schien in Strömen |
Auch hier alles nass |
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Kamera antippen - Videoclip sehenUmsetzen in Oybin |
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Kamera antippen - Videoclip sehenEinfahrt in Zittau |
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Kamera antippen - Videoclip sehenAnfahren in Zittau Haltepunkt |